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Die
Kinderfreunde orientieren sich in der Arbeit an ihren pädagogischen
Vorstellungen. |
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Zwei wesentliche Merkmale machen
uns Menschen aus: Erstens werden wir erst durch Lernen zum Menschen. Und
zweitens brauchen wir die menschliche Gesellschaft, um uns bestmöglich
entfalten zu können. Diese beiden Momente prägen daher auch das Menschenbild
der Kinderfreunde.
Aufgabe der Kinderfreunde ist es, Kindern vielfältige und herausfordernde
Lernorte zu bieten und ihre soziale Entwicklung auf unterschiedlichen Ebenen
zu unterstützen.
Die Kinderfreunde in Österreich gehen in der Arbeit aller ihrer
Organisationsgliederungen, Einrichtungen und Projekten von einem Ziel aus:
der umfassenden Persönlichkeitsentwicklung des Menschen, also der Fähigkeit
und Bereitschaft zur Selbstbestimmung, Mitbestimmung, Solidarität
und Verantwortungsübernahme. |
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Kinderfreunde als Lobby der Kinder und Familien |
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Die
Kinderfreunde verstehen sich als Lobby für Kinder und Familien, wobei wir
unter Familie vielfältige Formen des Zusammenlebens mit Kindern verstehen
und neuere Formen des familiären Zusammenlebens (Patchwork-Familien,
Stiefväter- und Stiefmütterfamilien, Ein-Eltern-Familien usw.) unterstützen.
Die Basis unseres pädagogisch-politischen Handelns sind die
U.N.-Menschenrechte, im besonderen die U.N.-Kinderrechte mit ihren drei
Säulen Versorgung, Schutz und Partizipation. |
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Kind in
den Mittelpunkt stellen |
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Die
Kinderfreunde fühlen sich einer Pädagogik verpflichtet, die vom Kind selbst
und seinen Lebens- und Entwicklungsbedürfnissen ausgeht und seine
Selbstwertkompetenz stärkt. |
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Kinder
als gleichberechtigte "PartnerInnen" sehen |
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Kinder
haben ein Recht darauf, dass Erwachsene ihnen Zeit und Aufmerksamkeit widmen
und im Sinne einer „dialogischen Erziehung“ tragfähige Beziehungen anbieten.
Wir sehen Erwachsene als BegleiterInnen und verständnisvolle HelferInnen
kindlicher Entwicklung und als anspruchsvolle und glaubwürdige PartnerInnen
des Kindes. |
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Soziales und fachliches Lernen verbinden |
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Kinder
und Kindheit als eigenständiger Lebensabschnitt brauchen einerseits Schutz,
aber auch das begleitete Hineinwachsen in größere Lebens- und Sozialräume in
offenen sozialen Milieus bzw. Netzwerken und die bewusste Auseinandersetzung
und das Wissen über einen kompetenten Umgang mit modernen Medien und
Technologien. Deshalb muss soziales und fachliches Lernen immer wieder
miteinander verbunden werden. Auf diese Weise leisten die Kinderfreunde
einen Beitrag zum präventiven Kinder- und Jugendschutz. |
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Kindergerechte Lebens- und Lernräume schaffen |
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Kinder brauchen in ihrem
unmittelbaren Alltag kindgerechte Lebensräume und vielfältige Lernorte für
eine ganzheitliche Entwicklung. Diesen Ansprüchen müssen
Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen, Einrichtungen der Kinder- bzw.
Jugendarbeit und öffentliche Räume gerecht werden. Zugleich müssen diese
Institutionen kooperieren und ihre Angebote vernetzen. |
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Einen
respektvollen und gewaltfreien Umgang mit Kindern pflegen |
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Die
Kinderfreunde treten für einen respektvollen, gewaltfreien Umgang mit
Kindern und der Kinder untereinander ein. Sie wollen sie zur aktiven und
solidarischen Auseinandersetzung bei auftretenden zwischenmenschlichen oder
sozialen Konflikten befähigen. Jede Gewalt in der Gesellschaft und in der
Erziehung wird abgelehnt – ob persönlich, institutionell oder medial
ausgeübt. Frieden und Solidarität sind Prinzipien, die sowohl in der
Familie, in den Gruppen und Einrichtungen der Kinderfreunde als auch in der
Gesellschaft gelebt werden müssen. Ohne Frieden in der Welt gibt es keinen
Frieden für den einzelnen und umgekehrt. Daher ist es wichtig sich mit den
Sichtweisen und Lebensbedingungen von Kindern aus allen Teilen der Welt zu
beschäftigen. |
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Für die
Chancengleichheit aller Kinder eintreten |
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Unser
Handeln wird vom Prinzip der Gleichheit und Gerechtigkeit für alle Menschen
geleitet. Wir treten für die Chancengleichheit aller Kinder ein, unabhängig
von Nationalität, Religion, sozialer Herkunft oder Geschlecht. Im
Anders-Sein und im multikulturellen Austausch sehen wir die Chance,
voneinander zu lernen und uns als Gesellschaft weiterzuentwickeln. Das gilt
auch für die vorurteilsfreie Begegnung mit Kindern mit und ohne Behinderung
sowie unterschiedlicher sozialer Verhaltensweisen. Deshalb bemühen wir uns
um eine leichte Zugänglichkeit aller unserer Angebote. |
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Demokratische Prozesse erlebbar machen |
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Selbstorganisation, Mitbestimmung, Partizipation und wachsende
Selbstbestimmung sowie zunehmende Eigenverantwortung der Heranwachsenden
sind uns wichtig. Das Erleben demokratischer Prozesse soll alltäglicher
Bestandteil des Zusammenlebens und Miteinanderlernens sein. Dazu sind
ehrenamtliches Engagement und eine aktive Mitbestimmung der regionalen und
lokalen Entscheidungsprozesse innerhalb und außerhalb der Kinderfreunde sehr
bedeutsam. |
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Auseinandersetzung mit Umwelt und Natur fördern |
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Die
Kinderfreunde sehen die Auseinandersetzung mit Umwelt und Natur als zentrale
Elemente kindlichen Aufwachsens. Natur soll unmittelbar erlebbar und
begreifbar sein, woraus sich ein verantwortungsbewusster und respektvoller
persönlicher Umgang mit der Natur und politisches Engagement zu ihrem Schutz
bzw. ihrer Wiederherstellung ergibt. |
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Erziehungskompetenz der Eltern stärken |
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Die
Kinderfreunde bemühen sich um Stärkung der Erziehungskompetenz der Eltern
durch Möglichkeiten zu Erfahrungsaustausch, Reflexion und Weiterbildung.
Weiters unterstützen wir MitarbeiterInnen und PädagogInnen bei ihrer Arbeit
mit Kindern, indem Weiterbildung und Reflexion der eigenen pädagogischen
Arbeit gefördert wird. Es ist uns wichtig, dass Kinder und Erwachsene
miteinander und voneinander lernen. |
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Kreative Ausdrucksmöglichkeiten fördern |
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Menschen drücken sich auf vielfältigste Art und Weise aus: Sprache, Musik,
Körper, Malerei, etc. Das macht unter anderem die menschliche Vielfalt aus
und ist daher förderungswürdig. Gerade für junge Menschen ist der verbale
Ausdruck oft der schwierigste. Deshalb bieten wir viele Methoden zum Kennen
lernen an und achten auf die verschiedenen Äußerungen der Kinder und
Jugendlichen. |
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Suchtpräventiv arbeiten |
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Aufbau
von Selbstvertrauen, Entwickeln von Zukunftsperspektiven, Erarbeitung eines
positiven Körpergefühls, Erweiterung der Konfliktlösungskompetenz, etc. sind
wichtige Parameter bei der Entwicklung einer suchtfreien Lebensweise. Wir
legen großen Wert auf Gesundheitsförderung im individuellen und
gesellschaftlichen Bereich, damit Menschen kein Suchtverhalten entwickeln
müssen. |
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