Jetzt schlägts 13!

 

Bildung beginnt im Kindergarten!
Gratiskindergarten auch am Nachmittag

 
     
 

Mit heutigem Tag starten die Kinderfreunde eine landesweite Kampagne unter dem Motto „Jetzt schlägt’s 13“. Darunter verstehen die Kinderfreunde die Forderung nach dem wirklichen Gratiskindergarten in Niederösterreich. Fälschlicherweise spricht die VP NÖ immer vom Gratiskindergarten in Niederösterreich. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit, denn ab 13.00 Uhr ist  auch  der  Kindergarten  in  Niederösterreich kostenpflichtig. Ziel der Kampagne ist daher die Einführung eines tatsächlichen Gratiskinder-Gartens.

 
 

Als größte Familienorganisation des Bundeslandes erheben die Kinderfreunde NÖ ihre Stimme für die Familien in Niederösterreich. „Kindergärten sind Bildungseinrichtungen. Es ist daher ungerecht, die Eltern mit Elternbeiträgen finanziell zu belasten. Erst durch den beitragsfreien Kindergarten stehen diese Bildungsangebote unabhängig von der finanziellen Situation der Eltern, allen Kindern zur Verfügung.“, merkte dazu der Landesvorsitzende der Kinderfreunde Niederösterreich Andreas Kollross an. „Gerade in den ersten Lebensjahren werden die Weichen für die spätere Zukunft gestellt. Damit unsere Kinder faire Chancen in ihrem späteren Leben haben, brauchen sie eine gute Bildung. Bildung beginnt bereits im Kindergarten und nicht erst mit der Schule.“

 
     
 

„Wir werden deshalb den ganzen Sommer über durch das Land touren und unsere Vorstellungen der Öffentlichkeit präsentieren. Auch eine eigene Homepage unter www.jetztschlaegts13.at wurde dafür eingerichtet, so Kollross weiter.

 
     
 

 
     
  Ein neues Modell für den Kindergarten  
 

Die Kinderfreunde haben ein neues Kindergarten-Modell entwickelt. „Für uns sind und waren Kindergärten immer Bildungseinrichtungen“, so Andreas Kollross

 
     
 

Aufbauend auf diese Erkenntnis ist es unverständlich, dass in einem elementaren Bildungsbereich wie dem Kindergarten Elternbeiträge zu zahlen sind. Bildung sollte vor allem für die Kleinsten in unserer Gesellschaft ein Gut sein, das nicht durch die finanziellen Möglichkeiten der Eltern bestimmt ist. Bildung ist ein Menschenrecht. Der Bund hat dafür zu sorgen, dass dieses Menschenrecht allen uneingeschränkt zur Verfügung steht.

Um dieses Modell auch Wirklichkeit werden zu lassen, schlagen die Kinderfreunde eine klare Kompetenzaufteilung zwischen Bund, Länder und Gemeinden vor:

Nachdem Kindergärten Bildungseinrichtungen sind, sollte die Qualitätssicherung im Bildungsministerium angesiedelt werden, um österreichweit dieselben Qualitätskriterien sicherstellen zu können. Wie bei den Schulen müssen die Personalkosten vom Bund getragen werden. Die dadurch freiwerdenden Finanzmittel in den Ländern sollten zur Schaffung von fehlenden Kinderbetreuungsplätzen genutzt werden. Die Gemeinden würden wie bisher für die Erhaltung des Kindergartens verantwortlich sein.

 
     
 

Mit dieser Aufteilung wären die zentralen Forderungen der Kinderfreunde sehr einfach und rasch umzusetzen, so Kollross abschließend.

 
     
 

1. Gratiskindergarten ab dem 2. Lebensjahr
2. Einführung eines verpflichtenden letzten Kindergartenjahres
3. Sicherstellung des Rechts auf einen Bildungsplatz für jedes Kind

 
     
 

 
     
 

Der Klubobmann der SPÖ NÖ LAbg. Hannes Weninger unterstützt die Kampagne der Kinderfreunde Niederösterreich: „Die Forderung der Kinderfreunde für den Gratis Kindergarten auch am Nachmittag ist der nächste wichtige Schritt hin zu einer wesentlichen Verbesserung für die Familien in Niederösterreich.

m neuen Kindergartengesetz wurden langjährige Forderungen der SozialdemokratInnen wie z.B. die Verkürzung der Schließzeiten in den Ferien, die Aufnahme von Kindern unter 3 Jahren oder die Senkung der Kinderhöchstzahlen umgesetzt. Immer öfter stehen jedoch junge Eltern vor der Herausforderung für ihre Kinder einen Kindergartenplatz zu finden. Oft ist das Problem, dass Kindergärten nicht zur Verfügung stehen, nicht erreichbar sind, oder schon mittags schließen. Kindern wird dadurch das Recht auf Bildung vorenthalten.

Den Familien und im speziellen den Frauen wird dabei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unmöglich gemacht. Auch unter diesem Gesichtspunkt sind die Forderungen der Kinderfreunde zu begrüßen.

Es müssen gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, die den Eltern Sicherheit bieten. Die Umsetzung der Forderungen der Kinderfreunde würde hierbei einen wesentlichen Beitrag leisten. In einer klaren Aufgabenteilung zwischen Bund, Land und Gemeinden könnte dabei eine quantitative und qualitative Verbesserung im Kindergartenwesen geschaffen werden.

Nachdem wir uns immer stärker zu einer Wissensgesellschaft entwickeln, müssen wir alles in unserer Macht stehende tun, damit wir die Möglichkeit nach Wissenserwerb auch allen zur Verfügung stellen. Mit der Wissensvermittlung bereits im Kindergarten zu beginnen, halte ich für die richtige Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit, und vor allem als Antwort für unsere Kinder zur besseren Gestaltung und Bewältigung ihrer Zukunft.

Die Zukunft unserer Kleinsten muss es uns wert sein, dass wir dieses Thema sachlich diskutieren. Ich wünsche mir eine inhaltliche Auseinandersetzung ohne Scheuklappen, ohne Polemik und vor allem ohne Schrebergartendenken“, meint Weninger abschließend.